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Nicht operative Behandlungsmöglichkeiten

Nicht operative Behandlungsmöglichkeiten

Üblicherweise sind Brustwanddeformitäten bereits im Kindesalter erkennbar. Sie können im Verlauf zunehmen oder auch wieder verschwinden. Ausschlaggebend sind die Verhältnisse zu Beginn der Pubertät. Im Wachstumsschub kommt es häufig zu einer deutlichen Verschlechterung, außerdem beginnt der Jugendliche, die äußere Korperform bewusst wahrzunehmen und sich mit ihr auseinanderzusetzen.

In  diesem Stadium können die besten Erfolge mit den nichtoperativen Therapien erzielt werden. Diese erfordern jedoch allesamt eine hohe Motivation, Disziplin und Ausdauer aller Beteiligten.

Aber auch wenn die Kriterien für eine Operation bereits erfüllt  sind, sollte die Zeit genutzt werden, um durch eine gezielte Vorbereitung das langfristige Behandlungsergebnis zusätzlich zu verbessern. Das Muskel- und Haltungstraining sollte nach der Operation auch baldmöglichst fortgesetzt werden. Die zielführenden Maßnahmen hierzu sollten abhängig von Faktoren wie Fehlhaltung des Rumpfes, muskulärer Haltungsschwäche oder orthopädischen Erkrankungen bereits vorab intensiv trainiert werden.

In jedem Fall, ob mit oder ohne Operation, wird die Behandlungsempfehlung eine aktive, ausdauernde und konsequente Mitarbeit des Patienten erfordern. Die „operativen“ oder „konservativen“ Behandlungsverfahren stellen somit keine Gegensätze dar, sondern ergänzen sich und werden daher stets gemeinsam konzipiert und in jedem Stadium der Behandlung aufeinander abgestimmt.