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Kompressionsorthesen

Kompressionsorthesen

Auch bei der Kielbrust und bei anderen Formen konvexer Brustwanddeformitäten sind nicht-invasive und chirurgisch-operative Verfahren keine Gegensätze sondern alternieren oder ergänzen sich im Behandlungsverlauf.

Die Behandlung einer mäßig ausgeprägten Kielbrust sollte zunächst mit äußerer Kompression erfolgen. Wird diese zeitgerecht begonnen und sachgerecht und diszipliniert durchgeführt, kann die Behandlung bereits nach 6 Monaten deutliche Erfolge zeigen. Zur Stabilisierung des Behandlungserfolges sind jedoch Behandlungszeiträume von 1 bis 2 Jahren einzuplanen. Das Ergebnis kann sich durch das weitere Brustkorbwachstum wieder verschlechtern, deshalb ist es ratsam, die Behandlung bis zum Abschluss des Knochenwachstums fortzusetzen.

Wie bei allen Brustwanddeformitäten sollte die Stabilisierung des Brustkorbes auch durch Kräftigung der Rumpfmuskulatur unterstützt werden, gerade auch während einer Kompressionsbehandlung. Speziell die häufig begleitend auftretende Haltungsschwäche in der Form eines Rundrückens sollte durch gezielte Beübung der Rückenstreckmuskulatur frühzeitig abgefangen werden. Die äußere Kompression erfolgt heute in der Regel durch relativ unauffällige elastische Kompressionsspangen oder Korsetts, die auch unter der Kleidung getragen werden können.

Auch bei sehr ausgeprägten Formen kann eine externe Kompressionstherapie versucht werden, um dann in einem zweiten Schritt die verbleibende Deformität operativ zu beseitigen.

Bild: Carbonspange

Bild: Kompressionshemd bei Rippenbogenvorsprüngen