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Physiotherapie, Muskeltraining

Physiotherapie, Muskeltraining

Geringfügige Deformitäten der Brustwand lassen sich durch Muskeltraining verbessern. Nicht selten kann bereits durch den Muskelaufbau und die damit verbundene positive Körperwahrnehmung sowie die Steigerung des Selbstwertgefühls ein Operationswunsch relativiert werden. Hierbei geht es nicht nur um den Aufbau von Muskelmasse zur optischen Kaschierung der Deformität. Vielmehr sollte das Augenmerk zunächst auf die Verbesserung der Körperspannung und -haltung gelegt werden. Dies lässt sich durch gezielte Muskelübungen der Bauch-, Brust-, Rückenstreckmuskulatur sowie durch entsprechende Atemtechniken und Dehnungsgymnastik erreichen. Häufig ensteht hierbei auch die Motivation, mittels zusätzlichem Krafttraining den Defekt unter der antrainierten Muskelmasse verschwinden zu lassen. Fachkundige Unterstützung durch geeignete Physiotherapeuten ist von Vorteil, die hierbei vermittelten Übungen sollten dann aber in der häuslichen Umgebung, im Sportverein oder im Fitnessstudio selbständig oder unter fachkundiger Anleitung fortgesetzt werden. Der Mindestumfang für einen adäquaten Trainigseffekt sind 2 Trainingseinheiten von mindestens 30 Minuten Dauer intensiven Trainings pro Woche.

Liegen gleichzeitig Deformierungen oder Erkrankungen der Wirbelsäule vor, sollte vor dem Trainingsbeginn stets auch ein Orthopäde konsultiert werden. Dieser kann dann auch bei der Auswahl des geeigneten Physiotherapeuten oder Trainingsprogramms hilfreich sein.

Auch die Herz-Kreislaufkomponente sollte nicht vernachlässigt werden, hierzu empfehlen wir zusätzlich zu den genannten Maßnahmen das Schwimmen als Ausdauersport.

Alle diese Empfehlungen sind auch als vorbereitende Maßnahmen bei einer anstehenden Operation essenziell. Die Zeit bis zur Operation sollte genutzt werden, um die einzelnen Übungen zu erlernen und diese dann auch baldmöglichst nach der Operation in bereits gewohntem Rahmen und Umfang fortsetzen zu können.