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Zusatz-, Intervalleingriffe

Zusatz-, Intervalleingriffe

Rippenbogenvorsprünge (s. dort)

Mit der Trichterbrust ist häufig eine Verformung der Rippenbögen verbunden. Hervorspringende Rippenbögen können aber auch alleine für sich bestehen. Sie können Schmerzen in Bauchlage verursachen, ansonsten steht der kosmetische Aspekt im Vordergrund. Die operative Korrektur ist wenig belastend und kann von sehr kleinen Hautschnitten über dem Rippenbogen aus erfolgen. Eine Kompressionsbandage sollte für einige Wochen zur Stabilisierung und Formung angelegt werden.

Bei gleichzeitig bestehender Trichter- oder Kielbrust sollte zuerst die Hauptdeformierung korrigiert werden. Die Form der Rippenbögen bessert sich dann im weiteren Verlauf häufig von selbst. Korrekturen an den Rippenbögen werden daher sinnvollerweise zunächst zurückgestellt und können beispielsweise zusammen mit der Metallentfernung erfolgen.

 

Hervorstehende Rippenknorpel

Bevorzugt an den Übergängen von Knochen- zu Knorpelsegmenten der Rippen und am Brustbein kann es zu Verformungen mit sichtbaren Vorwölbungen einzelner und mehrerer Segmente kommen. Auch nach Verletzungen  wie z.B. Rippenbrüchen oder nach Korrekturoperationen können derartige Wucherungen als Ausdruck überschießender Heilungsvorgänge auftreten. Diese sogennanten kartilaginären Exostosen können durch einfache operative Maßnahmen über kleine Hautschnitte beseitigt werden. Die dabei entstehenden Wundflächen können jedoch erneut zum Ausgangspunkt derartiger Wucherungen werden.

 

Asymmetrien der weiblichen Brust

Im Falle tiefer Einziehungen der Brustwand und erheblicher Verdrängung der Brustorgane mit entsprechenden Kreislauf- oder Schmerzbeschwerden sollte zunächst die Korrektur des knöchernen Brustkorbs (s. MEK; MIRPE) angestrebt werden.

Bestehen nach der Brustwandkorrektur weiterhin Asymmetrien, können nach abgeschlossener Behandlung plastisch-chirurgische Zusatzeingriffe wie Silikon-Implantate oder Fettgewebsplastiken erwogen werden. Durch erfahrene Spezialisten der Plastischen und Ästhetischen Chirurgie können insbesondere

a) bei Frauen mit Unterentwicklung oder Fehlen einer Brustdrüse (z.B. Poland-Syndrom, Amazonen-Syndrom)

b) nach Rekonstruktion von Thoraxdeformitäten mit Rest-Asymmetrien oder Teilrezidiven

die Korrekturergebnisse weiter verbessert werden.

Es hat sich bewährt, Implantate zeitversetzt zur Korrektur der Brustwand einzusetzen, weil sich in der Folge noch leichte Formänderungen ergeben können. Sinnvoll ist die „sekundäre“ Implantation 1 bis 2 Jahre nach Abschluss der Brustwandkorrektur. An unserem Brustwandzentrum bestehen hierfür alle erforderlichen Voraussetzungen mit einer großen Expertise der Klinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie in Techniken des Gewebetransfers und der Implantation von Kunststoffprothesen.